Samstag, 27. November 2021

Darf ich mich kurz vorstellen?! - Rabea Dannenberg

Name: Rabea Dannenberg

Jahrgang: 1985

Dienstgrad: Feuerwehrfrau-Anwärterin

Funktion in der Wehr: 2. Kassenprüferin

Familienstand: verheiratet, 3 Kinder

Beruf: Ich führe erfolgreich ein kleines Familienunternehmen

 

1. Seit wann bist du Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Padenstedt?

Ich bin seit dem 31.3.2021 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Padenstedt.

 2. Was bedeutet für dich der Begriff Ehrenamt?

Dafür muss ich ein bisschen ausholen. Ein paar Monate bevor meine Oma gestorben ist, hat sie mir ihren Ehering vermacht, da in ihm der Bibelvers aus Galater 6:2 steht: "Das einer trage des anderen Last." Ich habe diese Worte lange Zeit auf meine Aufgabe als Mutter eines behinderten Sohnes bezogen und auf mein Familienumfeld, meine Freunde. Wann immer ich von Menschen gehört habe, die ein Ehrenamt ausüben, war ich tief beeindruckt und dachte: "Wenn die Kinder groß sind, mach ich auch etwas Ehrenamtliches." Dann kam für mich 2021 selber total überraschend die Feuerwehr auf den Radar und mir wurde bewusst, dass auch ich ein kleines Rädchen im Ehrenamt sein kann. Ehrenamt bedeutet für mich also, die Lasten anderer Menschen mit zu tragen und leichter zu machen.

3. Was motiviert dich, bei der Feuerwehr ehrenamtlich mitzuwirken? 

Ich kann durch einen, für mich vermeintlich kleinen Dienst, für andere eine große Bereicherung sein, ihre Last mit tragen oder auch kleiner machen. Ich werde die Worte von unserem Wehrführer Dennis Baumgart während eines ersten Kennenlernens mit der Feuerwehr nicht vergessen, als ich gefragt habe: "Was kann ich denn schon tun?", erwiderte er: "Jeder kann bei der Feuerwehr etwas machen und wenn du die Kelle hältst." Diese einfachen Worte, haben einen tiefen Nachklang bei mir hinterlassen.

4. Mit welchen Argumenten würdest du bei Freunden und Bekannten für die Feuerwehr werben? 

In der großen und bunten Vielfalt der Feuerwehrkameraden ist Platz für jeden. Jeder wird mit seinen Fähigkeiten und Talenten gebraucht und kann ein Stück dazu beitragen, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Jeder entscheidet selber, wie viel er geben möchte.

5. Welcher Einsatz als Feuerwehrfrau ist dir noch in besonderer Erinnerung?

Ich habe gerade erst die Grundausbildung beendet und erst zwei kleinere Einsätze erlebt. Während der Ausbildung lernt man, dass jedem bei einem Einsatz eine Funktion/Aufgabe übertragen wird, so sitzt man dann auch der Funktion entsprechend auf dem Fahrzeug. Bei meinem ersten Einsatz waren die Fahrzeuge schon ausgerückt und die restlichen Kameraden konnten zu Fuß zum Einsatzort laufen. Dadurch, dass ich der Frischling war und keine Funktion hatte, kam ich mir vor wie Falschgeld. Keiner wollte mich haben, ich wurde von einem zum anderen geschickt und wieder zurück. Eine erfahrene Kameradin hat sich dann meiner angenommen und zusammen mit ihr habe ich kleinere Aufgaben übernommen. Das hat mir gezeigt, wie wichtig die erlernten Abläufe sind, auch wenn sie einem manchmal albern oder unwichtig vorkommen.

6. Wie gut kannst du Beruf und Feuerwehr kombinieren?

Als Mutter stehen meine Kinder an allererster Stelle. Wenn die gut versorgt sind, kann ich mich in das Feuerwehrgetümmel stürzen. ;-)